Was ist denn fair? - Weltgebetstag 2017

„Was ist denn fair?“ fragen Frauen der Philippinen, die den Weltgebetstag 2017 vorbereitet haben. Was ist denn fair? Das fragen wir uns unvermittelt, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen oder Ungerechtigkeit bei anderen miterleben.

Lassen Sie sich mitnehmen zu der Frage: was ist denn fair? Was ist gerecht?

Mit einem Gleichnis nähern wir uns. Darin heuert ein Besitzer Arbeiter für die Arbeit in seinem Weinberg an. Morgens macht er ihnen ein Angebot für einen gerechten Lohn. Sie willigen ein und machen ihre Arbeit. Eine spannende Geschichte wird erzählt. „Darin zahlt der Besitzer eines Weinberges an die Arbeiter, die ein Stunde gearbeitet haben, den gleichen Lohn wie an die, die acht Stunden gearbeitet haben.“ (Sr. Mary John Manazan)

„Gleichnisse kommen auf den ersten Blick als einfache Geschichten daher, die alle verstehen. Jesus erzählt Gleichnisse nicht, um einfache Antworten zu geben. Sie provozieren, faszinieren, stoßen ab, verärgern.“ So schreibt Ulrike Bechmann. Das Gleichnis entwirft eine neue Vision von Gerechtigkeit, die im Weinberg nach anderen Werten rechnet als auf dem Markt.

Christel Klust schreibt dazu: In dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg wird uns etwas über Gottes Gerechtigkeit gezeigt. Gott sieht unseren Zusammenhang von Leistung und Lohn durch den Blick der Güte. Diese Güte schaut nicht in die Vergangenheit und fragt: „Was hast du geleistet?“ sondern blickt in die Zukunft und fragt: „Was brauchst du zum Leben?“…Wer die Geschichte hört, wird eingeladen, Gottes Gerechtigkeit selbst zu erleben: „Du bist mehr wert als deine Leistung! Vertraue darauf, dass ich dir das gebe, was du zum Leben brauchst.“

Auf den Philippinnen stellen sich diese Fragen schärfer als bei uns. Die Philippinen, das sind über 7.000 Inseln im Pazifischen Ozean. Die gesamte Inselgruppe ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt von Völkern, Kulturen und Sprachen. Sie ist reich an natürlichen Resourcen und Bodenschätzen. Die meisten der 100 Millionen Einwohner profitieren wenig vom wirtschaftlichen Wachstum, die soziale Ungleichheit ist groß, manchmal krass. Auf dem Land haben Großgrundbesitzer oft das Sagen, während die Masse der Kleinbauern häufig kein eigenes Land hat. Viele flüchten in die 17 Millionen-Metropole und Hauptstadt Manila oder wandern ab ins Ausland. Jährlich sind es über 1,5 Millionen. Wer sich im Land für Gerechtigkeit einsetzt, ist Gefährdungen ausgesetzt. Die Philippinen sind eines der Länder mit den meisten Morden an Menschenrechtsverteidigern weltweit. Quellen: Lisa Schürmann, Christel Klust, beide Weltgebetstag der Frauen Deutsches Komitee e.V., Ulrike Bechmann, Graz.

Herzlich laden wir jung und alt, Männer und Frauen ein zum ökumenischen Weltgebetstag 2017 am Freitag, den 3. März 2017 um 19:00 Uhr ins Haus der Begegnung.
Nach dem Gottesdienst ist Raum und Zeit für Austausch, schwätzen, bei  Kaffee, Tee und Hefezopf.

Lassen Sie sich einladen, kommen Sie!

Es laden ein:
die Katholische,
die Evangelisch-Methodistische und
die Evangelische Kirche in Benningen.

Ansprechpartnerin: Frau Christa Stirm

Kirchengemeinderat