Waldtage für Kinder

Kontakt

Bei allgemeinen Fragen zu den Waldtagen wenden Sie sich gerne an das Team, das für Sie unter der Mailadresse waldtagedontospamme@gowaway.gmail.com erreichbar ist oder informieren Sie sich bei Anja Werther, Tel. 1300700

Leitung: Ingrid Liebe-Gampper 

10 Jahre „Waldtage für Kinder“ in der evangelischen Gemeinde

Die Waldtage feierten im Jahr 2014 ihr 10jähriges Jubiläum.

Die Evangelische Kirchengemeinde Benningen bietet mit den „Waldtagen für Kinder“ in den ersten vier Sommerferientagen seit 10 Jahren eine besondere Kinderfreizeit an.  Und das geht so: Eine Gruppe von 50 Kindern und 15 bis 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht sich morgens vom Haus Lutzenberg auf den Weg zu einem Waldstück in der Nähe von Althütte, das etwas mehr als zwei Kilometer entfernt liegt.

Dort verbringen die Kinder den ganzen Tag, und es wartet auf sie ein Lagerplatz, ein Bach, eine Steilwand zum Klettern, eine Tarzanschaukel, eine Slackline und Decken zum Ausruhen, Lesen oder Schwätzen. Zum Spielen gibt es alles, was der Wald bietet, dazu Schaufeln, Sägen, Schnüre und Nägel. Ganz bewusst wird darauf verzichtet, die Kinder zu einer Aktivität zu verpflichten, es gibt nur Programmangebote. Dadurch sollen Kinder einen Freiraum erleben, den sie im Alltag oft nicht haben. Erfreulich sind in jedem Jahr auch die gute Gemeinschaft, das friedliche Zusammenspiel und die Teamfähigkeit der Kinder.  Ein weiterer Grundgedanke der Freizeit ist, der Phantasie der Kinder weiten Raum zu geben nach dem Motto „Weniger ist Mehr“. Und das funktioniert sehr gut. Nach kurzer Zeit entstehen in jedem Jahr unterschiedliche und vielfältige Dinge wie z.B. Staudämme, ein Hafen und Boote, Pfeil und Bogen,  kleine Dörfer und große Waldhütten, Kunstwerke aus Naturmaterialien, Bilder aus Naturfarben, Waldgeister aus Ton  an den Bäumen,  eine Brücke über den Bach, ein Gehege für Schnecken und vieles mehr. Manche Kinder sind immer in Bewegung, andere haben großen Spaß im Matschloch, in dem man sich so richtig dreckig manchen kann. Schon beim Vorbereitungsabend werden die Eltern vorgewarnt, dass die Kleidung unter Umständen sehr verschmutzt  zurückkommen kann. 

Obwohl die Kinder weit gelaufen sind und den ganzen Tag im Wald gespielt haben, sind sie nach dem Duschen und Abendessen nicht zu bremsen und gehen gleich wieder auf den Spielplatz am Haus oder zum Fußballspielen. Der Tag endet mit dem Abendkreis, bei dem viel gesungen wird  und Bibelgeschichten zu einem bestimmten Thema gehört und erlebt werden. Den Abschluss bildet ein fröhlicher Gottesdienst am Sonntagmorgen, der von allen Kindern vorbereitet und gemeinsam gefeiert wird. Einmal hatten wir sogar Brieftauben von Daniel Heim dabei, die während des Gottesdienstes zum Heimflug nach Benningen starteten.

Wie kam es zu den Waldtagen? Die Idee zu dieser Freizeit hatte vor 10 Jahren Irmgard Kaschler, die mit  Aviva Schmiel sofort eine begeisterte Mitgründerin fand. Dahinter stand die Erfahrung, dass es sehr entspannend war, mit den eigenen Kindern im Wald zu sein. Was mit einigen Kindern funktioniert, das geht vielleicht auch mit 50 Kindern – ein Versuch war es wert. Die Freude war groß, dass die Freizeit so gut angenommen wurde, oft war sie am Anmeldetag schon nach zwei Stunden voll. Von Anfang an waren unter den Mitarbeitenden viele Jugendliche, was die Kinder ganz besonders genießen. Heute gibt es ein festes Mitarbeiterteam, das sehr gut aufeinander eingespielt ist. Und so war es auch schnell klar, dass nach dem Wegzug von Irmgard Kaschler die Leitung von allen langjährigen Mitarbeitern übernommen wird.

Dazu gehören Ingrid Liebe-Gampper für die Leitung, Anja Werther für die Anmeldungen und auch Bürgermeister Klaus Warthon ist  schon viele Jahre als Mitarbeiter dabei, unter anderem als Organisator der bei den Kindern besonders beliebten Waldolympiade. Zum Team gehören auch An De Vis-Uxa, Steffen Pausch, Carolin Heine und natürlich unsere Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, die alle schon als Kinder dabei waren und nun einen unverzichtbaren Mitarbeiterstamm bilden.

Dieses  Engagement wird in jedem Jahr  durch die Freude und Begeisterung der Kinder belohnt und nicht zuletzt auch durch das Wetter. In 10 Jahren gab es nur einmal einen halben Tag, der nicht im Wald verbracht werden konnte. Wenn das nicht ein Grund für die nächsten Waldtage ist!